Bilder der neun Pfarrkirchen

Grußwort

Astrid Koster, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Kelberg


Liebe Mitchristen,

Wenn Sie diese Zeilen lesen, steht uns Karneval unmittelbar bevor bzw. ist schon in vollem Gange. Die einen werden ihn genießen, die anderen ihm nichts abgewinnen können. Diejenigen, die ihn feiern, schlüpfen zuweilen in andere Rollen, genießen es so richtig anders zu sein als im Alltag. Ausgelassenheit, humorvolle Sitzungen, Karnevalsumzüge und die tollen, bunten und kreativen Kostüme sind allgegenwärtig und ermöglichen uns für einen kurzen Moment im Jahr das Leben wieder einmal voll auszuschöpfen. Die Fröhlichkeit und Freude die wir erleben dürfen, lassen uns aus der Langweile des Alltags und den Sorgen unseres Lebens entrinnen. Andere empfinden den Karneval nur als albern und beteiligen sich nicht daran, flüchten sogar über die tollen Tage. Er scheint ihnen zu oberflächlich und nur als Täuschung dessen, wie das Leben sonst ist. Für beide ist jedoch am Aschermittwoch alles vorbei und wir alle kehren in die Normalität zurück. Mit ihr beginnt dann auch die Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Eine Zeit, in der wir Christen unseren Körper und unseren Geist reinigen wollen –über uns selbst nachdenklich werden. Wir grübeln jedes Jahr und fassen uns gute Vorsätze für die Fastenzeit, aber manchmal scheinen die 40 Tage die vor uns liegen so ewig, als könnten wir die Vorsätze aus verschiedenen Gründen nicht schaffen.

Vielleicht kann uns eine Figur aus Michael Endes Roman „Momo“ dabei behilflich sein, die Zeit der Umkehr gelassener zu betrachten. Die Rede ist von Momos bestem Freund, dem Straßenkehrer Beppo. Mit ihm redet das elternlose Mädchen gerne über Gott und die Welt und Beppo ist, ohne es zu wissen, ein Philosoph. Er denkt und redet langsam, wie es seinem Lebenstempo entspricht. „Wenn ich die ganze lange Straße auf einmal betrachte“, so erklärt er ihr seine Arbeitsweise, die gleichzeitig seine Grundhaltung ist, „denke ich, dass ich das niemals schaffen kann. Dann werde ich mutlos oder ich beginne zu hetzen und gerate außer Atem. Oder die Hälfte bleibt liegen und man kann gar nicht sehen, dass ich da war. Deshalb schaue ich nur auf das Stück, das vor meinen Füßen liegt. Dann mache ich einen Schritt, einen Atemzug, einen Besenstrich. Das ist der Rhythmus – Schritt, Atemzug, Besenstrich. Und auf einmal merke ich – ich habe die ganze Straße gefegt.“ Vielleicht kann diese Art des Kehrens ein Motto für die vierzig Tage der Um-Kehr für uns werden?

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