Bilder der neun Pfarrkirchen

Grußwort

Ulrich Apelt, Pfarrer und Moderator der Pfarreiengemeinschaft Kelberg


Liebe Mitchristen,

Mit den kommenden Tagen verbinden sich viele Erwartungen: Geschäfte hoffen auf gute Umsätze, viele auf schöne Feiern mit Verwandten, Freunden, kulinarische Genüsse, andere auf einen schönen Urlaub, viele auf Geschenke (die man auch wieder umtauschen kann), Einsame, dass jemand an sie denkt. Weihnachten steigert das Bruttosozialprodukt, sichert Arbeitsplätze, beschert feucht-fröhliche Feiern, ist die Spendenzeit schlechthin. Die Tage von Advent und Weihnachten sollen nachholen, was sonst im Jahr zu kurz kommt oder an Menschen, an die man sonst nicht denkt. Irgendwie wollen sich alle beschenkt fühlen, viele materiell, etliche emotional mit schönen Feiern, friedlich und harmonisch, andere mit schönen Stimmungen, Gefühlen, Dekorationen, Konzerten. Irgendwie ist vom christlichen Advent und vom christlichen Weihnachten bewusst oder unbewusst etwas vorhanden, auch wenn zunehmend mehr Menschen den christlichen Inhalt von Weihnachten nicht kennen, umdeuten oder ablehnen. Geblieben die Sehnsucht nach einem guten Leben, einem Leben in Liebe, Frieden und Wohlergehen, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Geblieben die Sehnsucht nach guten Wenden für sich selbst und andere. Advent und Weihnachten zeigen viele berechtigte Sehnsüchte des Menschen auf, aber ebenso viele unterschiedliche, zuweilen einander widersprechende Wege der Erfüllung. Es bleibt die Sehnsucht nach Leben und Liebe, es bleibt die Sehnsucht nach einem Neuanfang, der uns und unser Leben verbessert, vielleicht auch die Chance einiges anders zu machen und zu leben. Vorbei ist die Stille, die Zeit der Besinnlichkeit, wo wir die wirklichen Wege für uns entdecken können. Christenmenschen wissen, dass das Wesentliche, das Lebenswichtige, die guten Wenden für uns immer Geschenk sind. Zuweilen warten wir lange, wir halten hartnäckig Ausschau, wissend, dass wir vieles nicht in der Hand haben, selbst nicht erreichen, sondern Beschenkte sind, dass jemand uns begegnet, sodass wir aufleben, dass gute Sehnsüchte, Wünsche in Erfüllung gehen, dass uns wirkliches, wahres Leben, uns gute liebende Menschen begegnen; wir warten, dass Gott sich unserer annimmt, dass er uns anspricht. Dann stehen wir Weihnachten an der Krippe und sehen, dass Leben uns und anderen verheißen ist, aber anders als wir es uns vorstellen. Gott kommt anders in unser Leben, unscheinbar, klein, abseits von Lärm und Geschäftigkeit, abseits von dem, was wir für bedeutend halten, wer sich für wichtig hält. Die Wende kommt in unser Leben, manchmal warten wir lange, manchmal kommt sie unverhofft und wir sind die Beschenkten, die Beglückten. Das Wesentliche, das wirkliche Wichtige, das Wahre wird uns geschenkt, sodass wir leben, aufleben. Das ist Weihnachten, wenn Gott sich durch Jesus unserer annimmt, wenn wir Leben und Menschen so verstehen, wie es Jesus vorlebt. Dann finden wir Wege erfüllter Erwartungen, Wege zu uns selbst, zu Gott, zu liebenden, guten Menschen.

Ihnen wünsche ich Tage der guten Erwartungen; gesegnete, schöne Advents- und Weihnachtstage

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