Bilder der neun Pfarrkirchen

Grußwort

Konrad Woelki: Gott begleitet uns S. 26-17 ausgesucht von Pastor Kohnz


Vierzig Tage, die das Leben verändern

Auch wenn schon lange Schoko-Hasen angeboten werden: Noch ist nicht Ostern. Noch leben wir in der Vorbereitungszeit auf das große Fest, und die heißt bei uns Christen österliche Bußzeit oder Fastenzeit. Ostereier passen da noch nicht hinein – wenngleich Fasten mehr ist als der Verzicht auf Süßkram oder Feierabendbier. Wer im religiösen Sinne fastet, will nicht Gewicht loswerden, sondern Seelenbalast. Denn das Fasten hilft dem Menschen, seinen Glauben mit neuem Schwung zu leben und bewusst Nächstenliebe zu üben.
Gefastet wurde und wird aus unterschiedlichen Gründen. So rührte die Landgräfin Elisabeth von Thüringen solche Speisen nicht an, die aus ungerechten Einkünften stammten. Mahatma Gandhi fastete um der Unabhängigkeit Indiens willen.
Jesus von Nazareth wurde in die jüdische Fastentradition hinein geborgen. Mit Fasten und Beten bereitete er sich auf die entscheidende Wende seines Lebens vor: Ehe er in die Öffentlichkeit trat, zog er sich in die Einsamkeit der Wüste zurück. Dort, so berichtet die Bibel, aß er 40 Tage lang nichts. Er wollte „leer“ sein, selbst-los sein, um Gott zu erfahren (Mk 1,12-13).
Im Hebräischen bedeutet fasten „die Seele beugen“. Das deutet auf Demut hin. Durch Verzicht, Gebet und mit guten Taten wird ausgedrückt: Gott ist immer größer als der Mensch. Um sich das wieder bewusst zu machen, nimmt der Mensch eine Zeitlang sich selbst und seine Wünsche zurück und achtet mehr auf seinen Mitmenschen und dessen Bedürfnisse.
Die Wochen vor Ostern sind ein schöpferischer Einspruch gegen Maßlosigkeit und Oberflächlichkeit. Sie sind eine gute Gelegenheit, mein Leben wieder in Form zu bringen. Was sollte ich weglassen, was korrigieren, was will ich als wesentlich unterstreichen, wovor Abstand halten. So bringe ich mehr Übersicht und neuen Schwung in mein Leben.
Und wo das gelingt, und sei es nur in einem scheinbar winzigen Punkt, da bleibt die echte Osterfreude bestimmt nicht aus.

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